19.3.09
Design in der Krise
Ich nehme hier, etwas verspätet, das von Stefano Picco zugeworfene Stöckchen auf. Thema: Design in der Krise bzw. Design ist krisensicher. In der Theorie stimme ich ihm zu, die Realität schaut etwas anders aus. Zur Theorie: Corporate Design gehört in den strategischen Bereich der Unternehmensführung, sollte also sehr langfristig ausgelegt und von wirtschaftlichen Schwankungen nicht stark betroffen sein. Zudem ist Corporate Design ein echtes Investitionsgut; einmal gut ausgearbeitet, kann ein CD-Konzept über die Jahre und Jahrzehnte viel Geld einsparen, weil die Arbeit der visuellen Unternehmenskommunikation wesentlich effizienter macht. Wenn der Wagen einmal läuft, muss man eben nicht täglich das Rad neu erfinden.
Beim Thema Investitionen sind wir schon bei der Realität angekommen. In Krisenzeiten wird weniger investiert, und das aus mehreren Gründen. Einerseits wird das Bargeld, das man noch hat, als Notreserve in der Hinterhand gehalten. Andererseits brennt im Tagesgeschäft der Hut, und alle Ressourcen werden für kurzfristig wirksame Maßnahmen eingesetzt. Es ist in wirtschaftlich guten Zeiten schon schwierig genug, Unternehmen davon zu überzeugen, sich mit ihrem Auftritt oder, noch schlimmer, ihrer Identität zu beschäftigen. Viele sehen diese Themen zwar als wichtig an, wirklich dringend sind sie aber nie. Meistens braucht es für ein CD-Projekt einen konkreten Anlass, einen gewissen Handlungsdruck: ein neues Produkt wird lanciert, das Unternehmensimage geht gerade den Bach runter, ein Unternehmen wird neu gegründet, eine Marketingstelle wird neu besetzt. Alles Themen, die in der Krise nicht gerade ganz oben auf der Prioritätenliste stehen. Dementsprechend schwer hat es ein Anliegen wie Corporate Design, in der Krise überhaupt wahrgenommen, geschweige denn wertgeschätzt zu werden.
Wir jedenfalls spüren die Krise sehr stark, tagtäglich. Erstens haben die Anfragen für neue Projekte rapide abgenommen. Zweitens sind bestehende oder bereits geplante Projekte entweder gänzlich gestrichen und budgetär zusammengestrichen worden. Was man sich noch vor einem Jahr an gestalterischer Qualität oder auch drucktechnischem Luxus geleistet hat, liegt jetzt einfach nicht mehr drin. Budgets für große Projekte werden kurzerhand halbiert. Take it or leave it. Drittens spüren wir die Opfer der Krise durch unbezahlte Rechnungen. Noch letztes Jahr mussten wir keine einzige Mahnung schreiben. Jetzt müssen wir selbst Rechnungen liegen lassen, weil Zahlungen ausbleiben, per Inkasso eingemahnt und teilweise eingeklagt werden müssen.
Die Summe davon ist eine betriebswirtschaftliche Finanzkrise, die ein kleines Unternehmen wie unseres schnell umbringen kann. Wir haben die Konsequenzen gezogen und uns radikal verschlankt. Alles, was nicht überlebensnotwendig ist, wurde abgestoßen, gekündigt oder minimalisiert. Das heißt natürlich, dass wir die Krise weiterspielen.
Meine persönliche Einschätzung ist, dass das Jahr 2009 gerade für die Dienstleistungsbranche und insbesondere für die Werbung das eigentliche Krisenjahr wird. Der Crash ist vom Finanzsektor sehr schnell in die Industrie gewandert und kommt jetzt etwas verzögert bei den Dienstleistern an. Und wenn wir ehrlich sind ist die Werbebranche (ich rede jetzt nicht von uns, wir sind keine Werber im eigentlichen Sinne) wie die Finanzbranche ein Sektor, in dem mit unfassbaren Summen hantiert wird, die in keiner Relation zu einer tatsächlichen Wertschöpfung stehen. Wenn hier Nadelstiche erfolgen, wird einiges platzen, wie zuvor in der Finanzbranche.
Im Vergleich dazu ist Design tatsächlich krisensicher. Vielleicht ergreifen die kleinen Grafikstudios ja auch die Chance und zeigen, dass sie für realistischere Entlohnung mindestens so gute Arbeit machen wie die großen Agenturen. Dann allerdings wäre die Krise eine Chance.
8.1.09
Design-Trend Steampunk
Bild: Datamancer.net
Ich war schon immer ein Freund und Verfechter der Populärkultur. Meine Diplomarbeit in englischer Literatur habe ich über einen amerikanischen Science-Fiction-Autor geschrieben, Philip K. Dick. Mein allererstes Proseminar behandelte das Thema Horror. Und ich hatte immerhin mal ein Bewerbungsgespräch als Fantasy-Lektor bei einem großen Wiener Verlag (war dann doch nix).
Das Internet und die unglaubliche Verbreitung von populären Medien zum Beispiel über DVD haben Teile dieser ehemaligen Subkulturen, der vormals weggesperrten Schundliteratur zum Mainstream werden lassen. Insbesondere Filme wie «Matrix» oder «Der Herr der Ringe» und TV-Serien wie «Battlestar Galactica» oder «Lost» haben ihren Teil dazu getan. Noch faszinierender ist es, wie schnell heute ein kultureller bzw. ästhetischer Trend oder auch nur eine bestimmte Story den Weg durch die Medien macht. Aus dem Film «Alien» wird ein Comic, dann ein Crossover-Comic mit dem Franchise «Predator», darauf basiert ein Videospiel, das wiederum verfilmt wird, dazu gibt's eine passende Romanserie. Pop-Kultur schließt nicht nur Kreise, sie zieht Spiralen.
Das sollte uns als Designer interessieren, denn solche Phänomene prägen auch ästhetische Welten, prägen unsere Wahrnehmung und Sensibilität. Ein besonders prominenter Trend dieser Art ist für mich derzeit Steampunk. Als Prototyp des Genres gilt der 1990 veröffentlichte Roman The Difference Engine von den Cyberpunk-Größen William Gibson und Bruce Sterling. Die Geschichte erzählt von einem alternativen Viktorianischen England, wo ein auf der Dampfmaschine basierender Computer erfunden und damit gleichzeitig die Industrielle Revolution als auch das Zeitalter der Informationstechnologie losgetreten wurde. Es ist eine Welt der Uhrwerke, der Zahnräder, des Schmieröls, der Luftschiffe, der Nieten und Bolzen. Es zischt, dampft und rattert in allen Ecken, während gleichzeitig noch die rigide Moral, Etikette und Kleidung des späten 19. Jahrhunderts herrschen.
Diese Mischung aus Geschichte, Science Fiction und der Romantik eines Jules Verne oder H.G. Wells inspirierte Autoren, Zeichner, Filmemacher, Fans, Künstler und nicht zuletzt Designer. Alan Moores Graphic Novel «The League of Extraordinary Gentlemen, leider von Hollywood auf grausame Weise filmartig entstellt, machte das Genre beim Fanboy-Publikum beliebt. Es folgte und folgt noch immer die gesamte Medienpalette: PC-Games wie Arcanum, Anime wie Steamboy, Rollenspiele, eine ganze Reihe von durch die Steampunk-Bewegung beeinflussten Romanen wie Perdido Street Station
von China Miéville oder auch die ebenfalls schlechte verfilmte Trilogie beginnend mit «The Golden Compass
von Philip Pullman. Es gibt sogar Steampunk-Bands und, selbstverständlich für eine Pop-Subkultur, Steampunk-Conventions.
Hier kommt wieder das Thema Design ins Spiel: Die Mischung aus Nostalgie, High-Tech und Low-Tech ist einfach faszinierend. Grafisch entstand daraus zum Beispiel das beindruckende, kostenlose SteamPunk Magazine. Noch spannender finde ich die Arts-and-Crafts-Bewegung im Steampunk: Unglaublich talentierte Amateure, die tatsächlich brauchbare Elektronik von heute mit viel gebürstetem Messing, Zahnrädern und Stahlfedern auf Steampunk umbauen, zu sehen u.a. hier, hier und hier.
Warum ist das ganze interessant? Einerseits aus der kulturhistorischen Perspektive. Man kann am Steampunk wunderbar beobachten, wie eine Idee von der Sub- über die Popkultur langsam in den Mainstream wandert, wo Steampunk sicher noch nicht ganz angekommen ist. Andererseits aus der Design-Perspektive: Hier ist ein reicher ästhetischer Schatz, aus dem man schöpfen kann (und muss, bevor er ganz im Mainstream angekommen ist und abgenutzt wirkt). Und letztlich auch als inspirierendes Beispiel dafür, was geschehen kann, wenn sich Künstler, Designer und Fans kreativ mit Ideen spielen, die niemand als geistiges Eigentum für sich beanspruchen kann und will. Es fühlt sich an wie ein globales Kollektiv der Kreativen, die, mit oder ohne kommerzielle Interessen, gemeinsam an einer Idee weiter feilen. Open Source Art.
Wer Lust hat auf mehr, dem sei das Blog Clockworker.de empfohlen.
10.6.08
Steve – Das Buch
Nachdem Apples Gründer und CEO Steve Jobs gestern wieder einen großen Auftritt gehabt hat, nutze ich die Gelegenheit für eine Buchvorstellung: «Inside Steve's Brain» von Leander Kahney. Es handelt sich dabei weder um eine Biografie, noch um ein Interview in Buchlänge. Kahney, seines Zeichens Journalist bei Wired und Autor des Blogs Cult of Mac, versucht eher, die Essenz eines Masterminds zu destillieren, eben in Steve's Gehirn einzudringen und daraus Prinzipien zu formulieren, die über den Einzelfall Jobs oder das Phänomen Apple hinausgehen. Gerade das macht das Buch interessant – auch für Leute, die keinen Computer mit Apfel besitzen. Kahney ist dabei zu gleichen Teilen Apple-Fanboy und gründlicher Journalist; Jobs-Bashing wird man hier nicht finden, auch wenn die negativen Seiten seiner Persönlichkeit durchaus vorkommen.
Der Autor widmet sich besonders einem essentiellen Moment in der Firmengeschichte Apples, der Rückkehr des Gründers Steve Jobs zum Unternehmen als iCEO (i für interimistisch), Jahre nachdem er vom eigenen Vorstand hinausgeekelt worden war. Apple musste sich von einem in die Jahre gekommenen, aufgeblasenen Hippie ohne Vision innerhalb kürzester Zeit zu einem schlanken, modernen Unternehmen mit klaren Zielen wandeln. Jobs hatte alles für diesen Job: die Vision, die Klarheit, die Härte. In dieser Zeit entstand der Ausdruck «to be steved» im Slang des Silicon Valley, weil meinen: entlassen, gestoppt, abgedreht werden. Apple machte zu dieser Zeit von allem ein bisschen, eine breite Masse an Rechnern, Laserdrucker, Monitore, einen PDA und viel, viel mehr – machte aber damit kaum Profit. Steve Jobs wollte zurück zu den Grundwerten von Apple: durchdachtes, benutzerfreundliches Produktdesign mit perfekt integrierter Hardware und Software. Und er konzentrierte sich, ein Schock für viele, auf vier Maschinen; je einen Standrechner und einen Laptop für Heimanwender und Profis. Alle vier wurden Hits und moderne Designklassiker: iBook und Powerbook, iMac und G3. Durch radikales Fokussieren (und den radikalen Sprung zu Mac OS X) hat sich Apple aus der Krise gerettet.
Den zweiten großen Teil von Kahneys Buch nimmt die Suche nach dem Geheimnis von Apples Design- und Innovationsprozess ein. Er zeigt auf, dass bei Apple nur die besten Leute arbeiten, immer unter großem Leistungsdruck, aber auch hoch motiviert und überzeugt davon, am größten Ding schlechthin zu arbeiten. Die Teams sind klein und nicht hierarchisch organisiert, jede gute Idee zählt. Typisch für Apple sind die endlosen Reihen von Prototypen, eine an Besessenheit grenzende Vorliebe für kleine Details und die manische Unzufriedenheit des obersten Steve. Erst wenn das Ding perfekt ist, geht es in Produktion.
Als Fallstudie kommt der iPod zum Zug, das Produkt des frühen 21. Jahrhunderts, mit dem Apple sich endgültig saniert hat. Hier konnte Jobs sämtliche seiner Obsessionen ausleben, vom Fokus auf das Userinterface bis zur totalen Kontrolle über Software, Hardware und Content (iTunes Musicstore). Kahneys erstaunlicher Schluss aus der Fallstudie: Apple hat eigentlich immer dasselbe gemacht und gewollt, seit dem ersten Macintosh im Jahre 1984. Doch erst nach dem Jahr 2000, mit der durchdringenden Digitalisierung unseres täglichen Lebens, gab es den dringenden Bedarf für das integrierte Designmodell der Marke Apple. Erst heute brauchen wir ein digitales Zentrum, das dafür sorgt, dass Digitalkamera, Telefon, Walkman, Handycam und Fernseher zusammenspielen und die Daten frei hin- und zurück fließen. Die Welt hat sich zum «Digitalen Lifestyle» hin gewandelt – und Apple scheint das Unternehmen zu sein, dessen Produktphilosophie am besten dazu passt.
Krieg ich jetzt ein iPhone?
Labels: Apple, Buchbesprechung, Design
10.1.08
Ergo Austria
Ich melde mich zurück aus dem Weihnachtsurlaub, und das direkt aus unserem neuen Büro – Fotos folgen demnächst. Noch ist alles etwas karg, die Einkaufsliste für IKEA lang, dennoch fühlen wir uns schon pudelwohl. Das neue Jahr kann kommen!
Zunächst aber noch ein kleiner Rausschmeißer fürs alte Jahr, in Form eines weiteren abgeschlossenen Projekts. Es handelt sich um den Relaunch des Bundesverbands der österreichischen Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten unter dem neuen Namen «Ergo Austria«.
Der Wunsch nach einem neuen Äußeren kam aus den Reihen der Mitglieder. Wir wollten die Ergotherapie etwas vom veralteten Bild der Basteltante im Keller, vom Handgestrickten, Alternativen befreien, den Auftritt frischer machen, Professionalität und fachliche Kompetenz signalisieren, ohne unterkühlt zu sein. Die Spirale haben wir aufgenommen, aber in einzelne Segmente aufgeteilt, die einerseits für die verschiedenen Fachgebiete der Ergotherapie stehen können, gemeinsam aber auch die langsamen, stetigen Schritte der Klientinnen und Klienten in der Ergotherapie symbolisieren.
Im Layout haben wir mit viel Weißraum und Symbolbildern mit Händen gearbeitet, die für das heilsame Aktivsein der Ergotherapie stehen. Im Anschluss ein paar Bilder der fertigen Berufsbild-Broschüre.

Labels: Design
18.12.07
Designer-Geschenke
Wir schreiben den 18. Dezember. Eindeutig zu spät für originelle Weihnachtsgeschenke. Für Bücher, CDs oder Krawatten wird's noch reichen. Aber hey, die nächste Chance kommt bestimmt, und dafür sollten wir gewappnet sein. Also hier zwei Tipps, die insbesondere bei Menschen gut ankommen werden, die ein Faible für Gestaltung haben.
In Stuttgart haben sich Sandra Kübler und Christine Voshage die Typolade ausgedacht. Das ist die Verbindung von zwei meiner größten Leidenschaften: Typografie und Schokolade. Statt Blei kommt also Schoko zum Einsatz, das Resultat wirkt jedoch wie frisch aus dem klassischen Bleiletter-Setzkasten. Wunderschön, individuell und wohlschmeckend! Die Botschaften sind wahlweise druckfertig (also seitenverkehrt) oder seitenrichtig zu haben. Buchdruck würden wir damit dennoch nicht empfehlen.
Von W2 Products in London kommt die simple, aber effektive Idee, die schnöden Papierschnipsel aus dem Pantonefächer durch formschönere und doppelt nützliche Kaffeehäferln zu ersetzen. Ein bisschen nerdy, aber schon auch sehr schick. Zum Farbabgleich in die Druckerei würde ich damit nicht marschieren, aber für einen Ersteindruck bei der nächsten Logo-Präsentation auf jeden Fall. Ich freu mich schon auf den ersten Auftraggeber, der sagt: «Ich hätte das Logo gerne in der Farbe der Tasse». Dann brauchen wir nur noch die Nummer ablesen.
Labels: Design
25.10.07
Martini Stylish Glass Competition
In den vergangenen Jahren hat der Spirituosenhersteller Martini jeweils renommierte Designer wie Jason Brooks engagiert, um limitierte Sonderausgaben von je drei Martinigläsern zu gestalten. Für das Jahr 2008 werden die Gläser jedoch als Designwettbewerb ausgeschrieben, um, wie es heißt, jungen Kreativen eine Chance zu geben. Das Siegerdesign wird rund 150.000 Gläser gedruckt, die Schachteln wird der Namen des Schöpfers/der Schöpferin zieren. Außerdem gibt's 3.000 Euro zur Abgeltung der Rechte
Das ist natürlich ein günstiger Handel für Martini, aber dafür sind die Wettbewerbsbedingungen recht fair. Ein Fachjury entscheidet nach vorgegebenen Kriterien über das Gewinnerdesign. Und ganz wichtig: Nur der/die Gewinner/-in überlässt die Nutzungsrechte an den Designs. Wer nichts gewinnt, kriegt zwar keine Abgeltung, kann aber auch davon ausgehen, dass seine Ideen nicht abgestaubt werden. Wir werden wohl nicht mittun, weil wir nicht so illustrativ veranlagt sind und kaum mehr als Nachwuchsdesigner durchgehen (Altersgrenze ist 35, das hätten wir noch geschafft). Wer Interesse hat: Anmeldeschluss ist der 19. November, anmelden kann man sich hier.
Labels: Design
8.10.07
MAK Design Nite

Ein weiterer Höhepunkt der Desigwochen dräut am Horizont: Die MAK Design Nite. Das Museum für angewandte Kunst ist sowieso immer einen Besuch wert, allein das Gebäude ist wunderbar. Dafür verzeihen wir den Organisatoren sogar die «trendige» Orthografie. Es wird diskutiert und gefeiert, vor allem aber werden hochinteressante Beleuchtungskörper von Ross Lovegrove enthüllt, die so genannten Solar Trees. Hier das Programm von heute abend laut MAK:
20.30 Uhr Eröffnung der Ausstellung >> DesignShowcases 2007
AXIOME – Beispiel einer Gegenstrategie. Buchegger, Denoth, Feichtner DESIGN
MAK DESIGN SPACE
21.15 Uhr Gesprächsrunde >> Design für die Stadt – Aufbruch in die urbane Wirklichkeit
Gerald Bast (Rektor, Universität für angewandte Kunst Wien), Ernesto Gismondi (Präsident, Artemide S.p.A.), Ross Lovegrove (Designer, Studio Ross Lovegrove, London), Peter Noever (Direktor, MAK), Deyan Sudjic (Direktor, Design Museum London)
22.15 Uhr Erstmals in Österreich >> Präsentation des Swarovski Crystal Aerospace
Modell eines solarbetriebenen Autos von Ross Lovegrove für Swarovski Crystal Palace
22.45 Uhr Weltpremiere vor dem MAK >> Enthüllung des SOLAR TREE
Ein solarbetriebener Beleuchtungskörper für die Stadtbeleuchtung Wiens nach einem Entwurf von Ross Lovegrove, entstanden auf Initiative von Peter Noever
Labels: Design
2.10.07
Staatspreis Design

Heute sind die Preisträger des «Adolf Loos Staatpreis Design» bekannt gegeben worden. Hier die Preisträger im Überblick:
Michaela Martinek für die Gläserserie «Wein & Wasser»
Christian Walch, Andreas Moll und Dietmar Kohler mit dem «Walchfenster 04»
Designbüro memux für den «Betonvorhang»
Robert Rüf für den Stapelstuhl «Links»
Elisabeth Krainer für die Gebirgsbahn «Luftzug»
Christina Zwittag für den Biwak «The Ritz» (PDF 1,8 MB)
Talia Radford für die orthopädische Bekleidung «Ergoskin»
Die ausgezeichneten Beiträge sind von 4. Oktober bis 8. November im MQ-designforum ausgestellt. Herzliche Gratulation!
Labels: Design, Staatspreis
1.10.07
Vienna Design Weeks

Diese Woche gibt sich Wien als Design-Hauptstadt Europas: Die Vienna Design Weeks beginnen am Mittwoch. Bis zum 21. Oktober wird das Thema Design auf verschiedensten Ebenen abgehandelt: in Ausstellungen, Vorträgen, Diskussionen und Partys. Parallel dazu findet an der Angewandten am 8. und 9. Oktober die Konferenz Design 07 statt. Thema ist hier «Die Mitte», einerseits als gesellschaftliches (Mittelstand, Durchschnittsbürger), andererseits als gestalterisches Phänomen (Goldener Schnitt, ausgewogenes Design). Aus CD-Sicht ist vielleicht Patrick Cox der interessanteste Sprecher, hat er doch das viel diskutierte Logo der Olympischen Spiele in London 2012 konzipiert. Die Akkreditierung kostet halt 90 Euro.

Zwei Höhepunkte aus dem weiteren Programm der Design Weeks: Zum einen präsentiert sich mit der Schweiz erstmals ein Gastland. Die Ausstellung «belle vue – Junges Schweizer Design» im Museumsquartier werde ich mir schon aus rein patriotischen Gründen geben. Und hier berichten. Der zweite Pflichttermin ist ein Vortrag von Erik Spiekermann, einem der wichtigsten lebenden Schriftdesigner der Welt. Er wird am 17. Oktober um 19 Uhr im designforumMQ zum Thema «Typomanie ist unheilbar, aber nicht tödlich» referieren. Wer sein Buch «ÜberSchrift» gelesen hat, weiß, was er meint.
Ich hoffe, dass die Designwochen ein positives Echo bei Medien und Publikum erfahren. Leider wurde meiner Meinung nach zu spät und unvollständig über diese Veranstaltung informiert. Ich zum Beispiel habe davon zuerst im Fontblog erfahren, musst also den Umweg über Deutschland nehmen. Auf der durchgeflashten Website ist außer dem Programm und den Lokalitäten kaum etwas zu erfahren, da muss man schon die Presseseite besuchen. Außerdem empfinde ich auch als störend, dass einmal mehr das Stichwort «Design» zu 95 Prozent für Möbel- und Produktdesign steht, die Grafik also unter ferner liefen abgehandelt wird. Aber möglicherweise irre ich mich da und habe nur das Programm nicht verstanden.
Labels: Design
24.5.07
Blogroll Design
Ich halte unsere Site gerne aufgeräumt und habe deshalb keine Blogroll am laufen, wenn man mal von unserer Partnernseite absieht. Deshalb hier mal die längst fällige Top-5-Liste der von mir abonnierten Blogs zum Thema Grafik, Design und Typo. Wenn ihr Ergänzungen habt, bitte in die Kommentare!
HD Schellnack
Leidenschaftlicher Designer, Filmfreak, Leser, Musikliebhaber und Freund der Science Fiction. Und Blogger. Glaubt ans Prinzip des Teilens und Mitteilens. Unsere Interessen decken sich auf fast unheimliche Weise. Wäre er nicht PC-User ... ;-)
Fontblog
Die erste Adresse für alles Typografische, Corporate Blog des FontShop und Macher der wunderbaren Website 100besteschriften.de.
Corporate Identity Documentation
Robert Salzmer, Designer und Buchautor, stellt fleißig Redesigns, Relaunches und Corporate-Design-Entwicklungen aus aller Welt zusammen.
Hoemmerich.com
Dieser Kollege widmet sich vor allem dem Vorher-Nachher. Relaunches und Redesigns von Logos, Websites und Werbekampagnen werden hier kritisch beäugt.
Logopond
Im Logoteich sammeln sich die Entwürfe und fertigen Logos seiner User. Eine schöne Form der Inspiration, gleichzeitig gewinnt man einen Eindruck davon, was (besonders in den USA) gerade so gängig ist im Logodesign.
